22.11.2019

Hitze, Wasserknappheit, steigendes Öko-Bewusstsein: IPM ESSEN 2020 zeigt Trends und neue Produkte

Klima und Nachhaltigkeit als neue Chance für den Gartenbau

Was liegt im Trend? Was ist neu? Die grüne Branche stellt sich vor – lokal und global, vom Start-up bis zum Branchenführer. Das gibt es nur einmal im Jahr: Vom 28. bis 31. Januar 2020 findet die IPM ESSEN zum 38. Mal in der Messe Essen statt. Die Weltleitmesse gilt als Wegweiser der kommenden Gartenbausaison. Über 1.500 Aussteller aus rund 50 Nationen präsentieren Fachbesuchern aus aller Welt ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Pflanzenproduktion: von Pflanzen über Technik und Floristik bis hin zur Ausstattung für den Point-of-Sale.

Dabei sind die Bedingungen für den erfolgreichen Absatz von Blumen und Pflanzen so gut wie selten. Auf internationaler Ebene meldete die RoyalFlora Holland als weltweit einer der bedeutendsten Handelsplätze bereits im ersten Halbjahr 2019 gute Geschäfte. Mit etwa 8,7 Milliarden Euro Umsatz in 2018 bietet Deutschland einen stabilen Markt, der dem Zeitgeist entsprechend noch Luft nach oben hat. So erleben Grünpflanzen bereits seit 2017 ein wahres Comeback: Stückzahlen steigen, Durchschnittspreise ebenso.

Ruf nach mehr Grün

Social Media prägt das neue Image der schicken Zimmerpflanze, die für vieles gleichzeitig steht: Verantwortung, Umweltbewusstsein oder Lifestyleprodukt. Einige Influencer haben ihren Besuch auf der IPM ESSEN bereits angekündigt. Ihre Accounts liefern Inspiration für Pflanzenliebhaber. Dabei ist es kein Zufall, dass parallel zum Wohnzimmer auch im öffentlichen Raum der Ruf nach mehr Grünflächen ertönt, brachliegenden Industriedenkmälern urbane Gärten abgewonnen, Balkone und Dächer bepflanzt und Schottergärten renaturiert werden, zum Beispiel durch eine Wildblumenwiese für gefährdete Bienen.

Es geht vor allem um eines: mehr Nachhaltigkeit. Dafür forsten ganze Städte auf. Der Bund Deutscher Baumschulen bietet im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts „Grüne Städte für ein nachhaltiges Europa“ ein Seminar zum Thema „Nachhaltigkeit in der Kommune gestalten – Berichte aus der Freiraumplanung“ auf der IPM ESSEN an. Wo der Weg für die Staatengemeinschaft hingeht, darüber spricht der ENA, der Europäische Baumschulverband, der sich traditionsgemäß auf der Messe trifft.

Baumschulen verzeichneten zuletzt gute Zahlen bei der Vermarktung von Gehölzen: Allein deutsche Großmärkte registrierten ein Umsatzplus von bis zu 40 Prozent. Kein Wunder, wenn Kampagnen wie #einheitsbuddeln, die große Baumpflanzaktion, die von der Kieler Landesregierung zum Tag der deutschen Einheit ins Leben gerufen wurde, Menschen im ganzen Land dazu bewegte, die Schaufel in die Hand zu nehmen und insgesamt 110.000 Bäume zu pflanzen.

Weitere Informationen

Zur Newsübersicht