13.12.2016

Lehrschau IPM ESSEN 2017: „LED, Jod, Plasma, … - Kultursteuerung aktuell“

Die ZVG-Lehrschau in Halle 1A auf der IPM ESSEN steht im Zeichen der „Kultursteuerung im Zierpflanzenbau“. Mit den Schwerpunkten Licht und Wachstumsregulation präsentieren Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland ihre aktuellen Ergebnisse.

Licht

Besonders im Bereich Licht hat sich in den vergangen Jahren viel getan. Immer wieder werden neue Lampentypen angepriesen, die versprechen, optimal auf das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen abgestimmt zu sein. Inwieweit dies auf ausgewählte Lampentypen und Pflanzenarten zutrifft, kann an Demonstrationen des Gartenbauzentrums Geisenheim (Landesbetrieb und Hochschule) angeschaut werden.

Wenn es um Licht in der Pflanzenproduktion geht, geht es oft auch um LED. Ob als Assimilationsbelichtung oder zur Beeinflussung des Wachstums und der Entwicklung von Pflanzen – für LED gibt es viele Einsatzmöglichkeiten. Die Beuth Hochschule Berlin, die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Hannover-Ahlem sowie das versuchszentrum Straelen präsentieren verschiedene Aspekte der LED-Belichtung und ihrer Auswirkung auf Zierpflanzen.

Ein Fokus wird dabei auf der Messung von einzelnen Spektralfarben des Lichtes liegen und wie diese für die Belichtung mit LED genutzt werden können. Passend dazu präsentiert die LVG Hannover-Ahlem das im letzten Jahr angelaufenen Projekt „ViSuELL“ (Verfahren zur selektiven Lichtanwendung mit LED in Gewächshäusern). Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Belichtungsrezepten mit einzelnen Spektralfarben, um Hemmstoffe einzusparen, die Blüte zu steuern und die Bewurzelung zu verbessern. Neben ersten Ergebnissen werden auch die technischen Umsetzungen präsentiert.

 

Wuchsregulation

Das Wachstum von Pflanzen kann auf vielfältige Weise beeinflusst werden. Voraussetzung für eine optimale Kulturführung ist die Beobachtung der Pflanzenbestände. Spezielle Kameras ermöglichen deren permanente Überwachung und damit das gezielte und rechtzeitige Eingreifen des Kultivateurs. Wie das Ganze funktioniert, zeigt die Hochschule Osnabrück.

Nach wie vor sind Hemmstoffe ein wichtiger Bestandteil der Wuchsregulation. Die LVG Bad Zwischenahn demonstriert, inwiefern Zusatzstoffe die Wirksamkeit von Hemmstoffen erhöhen und damit deren Anwendungshäufigkeit und Aufwandmenge verringern können. Gezeigt werden auch Möglichkeiten und Grenzen der Blühverzögerung bei zu früh blühenden Topfviolen im Winter. Weiterhin werden Informationen über alternative Verfahren zur Wuchsregulation, wie der Einsatz von Jod (HS Osnabrück), eines Pflanzenhilfsmittels (DLR Neustadt) und mechanischer Reize (LVG Heidelberg, HU Berlin) gegeben.

Ansprechpartner für Rückfragen

Dr. Dirk Ludolph
LWK Niedersachsen, Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Ahlem
Heisterbergallee 12, 30453 Hannover
Tel.: 0511 4005-2158 (-2152)
E-Mail: Dirk.Ludolph@LWK-Niedersachsen.de