22.01.2018

Produkthighlights der Weltleitmesse des Gartenbaus

Die IPM ESSEN ist die Top-Adresse, um der internationalen grünen Branche neue Produkte und Weiterentwicklungen zu präsentieren. Vom 23. bis zum 26. Januar zeigen rund 1.600 Aussteller aus fast 50 Nationen ihre Innovationen. Die Weltleitmesse des Gartenbaus ist zudem Plattform für die Vorstellung von Trends. Hier ein Überblick über die Messe-Highlights:

Im Bereich Obst und Gemüse für den heimischen Garten tut sich einiges. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich dafür, ihre eigenen Früchte zu ernten. Dafür ist gar nicht viel Platz nötig. Mit dem professionellen Kartoffelturm „Paul Potato“ von Gusta Garden (Halle 7, Stand 7C11) kann man die beliebten Erdäpfel in der Höhe anbauen. Ein Balkon ist dafür ausreichend. Weitere vertikale Pflanzsysteme, teilweise mit integrierter Bewässerung, gibt es bei i3-garden (Foyer Grugahalle, Stand C25) als Turm, bei Manticore IT (Foyer Grugahalle, Stand C17) als Tonne und bei Tyne Moulds & Machinery (Halle 10, Stand 10D17) für bestehende Wände.

Innovative Gemüse- und Obstsorten

Was wird angebaut? Es müssen ja nicht immer die Klassiker sein. Wie wäre es mit neuen Süßkartoffelsorten? Volmary (Halle 2, Stand 2A35) zeigt auf der IPM ESSEN 2018 sowohl weiße als auch orangefarbene Knollen mit hervorragendem Geschmack und hohem Ertrag. Für die richtige Würze sorgen Kräuter und Chilis. Blu-Blumen (Halle 1, Stände 1E21 und 1E35) lädt ins Naschlabor ein und präsentiert unter anderem Gyros-Kraut, Vanille-Basilikum und die bis zu 40.000 Scoville scharfe Bio-Chili „Black Pearl“. Ihre Früchte sind rund und zunächst violett, werden dann schwarz und reifen schließlich rot ab. Darüber hinaus zeigt Blu die Gemüseneuheit Flower Sprout. Die Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl sieht nicht nur gut aus, sondern ist mit ihrem angenehm nussig-süßen Geschmack sehr mild.

„Lucky Berry“ heißt die neue Vier-Monats-Blaubeere von Diderk Heinje (Halle 11, Stand 11A21). Von Juli bis Oktober trägt sie süße Früchte, die ständig nachreifen. Dabei eignet sich die Pflanze auch für den Balkon und ist damit perfekt für die heimische Küche. Nicht nur direkt frisch gepflückt, sondern auch weiterverarbeitet schmeckt sie besonders lecker in Gebäck, Pfannkuchen, in Joghurt oder als selbstgemachte Marmelade. Der Clou: Außerhalb der Erntesaison zeigt die Blaubeere ansehnlich weiße Blüten.

Von blauen zu roten Früchten: ENROSADIRA von Häberli Fruchtpflanzen (Halle 12, Stand 12C11) ist der große Star unter den Himbeersorten mit frühem Reifebeginn im Sommer und einer Herbsternte. Sie besticht durch stabile Triebe mit wenigen, kurzen Stacheln und hellroten, sehr großen und wohlschmeckenden Beeren.

Es grünt so grün und blüht so bunt

Und was gibt es Neues bei den Zierpflanzen? Wovon der Teufel träumt, können die Fachbesucher am Stand von Behrens Pflanzen (Halle 11, Stand 11A18) entdecken. Die Glanzmispel „Devil’s Dream“ schafft mit ihrem feurigroten Austrieb Abwechslung im Garten und sorgt für ein sehenswertes Farb-Spektakel. Ob als Hecke, Solitär oder im Kübel: Rot ist das neue Grün.

Bunt wird es auch bei Pellens Hortensien (Halle 2, Stand 2E25). Unter der neuen Dachmarke „Colour Club“ sind verschiedene Hortensien-Farbmix-Töpfe versammelt, die maximale Farbwirkung mit geringem Arbeitsaufwand verbinden. Erhältlich sind sie als Dreier-, Vierer- und sogar Achterkombi.

Doppel-blühende orientalische Lilien mit besonders positiven Eigenschaften präsentiert Van den Bos Flowerbulbs (Halle 1, Stand 1E37.1). Die „Roselily“ ist blütenstaubfrei und hat einen leichten, angenehmen Duft. Darüber hinaus ist die Blütendauer einer Roselily etwa vier Tage länger als die der meisten orientalischen Lilien.

Diese außergewöhnlichen Pflanzen stellen einen Durchbruch in der Züchtung dar: robuste, sonnen-liebende Impatiens, die sowohl in der vollen Sonne als auch im Halbschatten gedeihen und fortlaufend, vom Frühling über den Sommer bis zum ersten Frost, Farbe zeigen. Ihrem volkstümlichen Namen „Fleißige Lieschen“ machen sie also alle Ehre. Unanfällig gegenüber „falschem Mehltau“ sind sie eine ausgezeichnete Alternative zu saatgutvermehrten Impatiens.

Wer einen bisher noch relativ unbekannten Frühjahrsblüher mit großem Potential gesucht hat, der wird an Androsace Gefallen finden. Mit der Sorte „Subaru“ hält die zu Deutsch „Lenz-Sternchen“ oder „Mannsschild“ genannte Frühlingsstaude Eingang ins Sortiment. Mit ihren edlen und filigranen Blüten, die in weißen Sterndolden auf länglichen Stielen stehen, sind sie ein attraktiver Begleiter für Lenz-Anemonen, Myosotis oder Ranunkeln. Das Tolle an dieser winterharten Staude ist, dass sie mit ihren Blüten von Ende Februar bis in den Juni hinein Freude bereitet.

Kleine Helfer mit großer Wirkung

Blattläuse und ihre Begleiterscheinungen sind im Sommer weit verbreitet. Ob Profi- oder Hobbygartenbau – Läuse unterscheiden nicht. Um dem vorzubeugen, bietet Sautter & Stepper (Halle 2, Stand 2C39) dieses Jahr einen gepunkteten Nützling an, den heimischen Adalia bipunctata oder auch Zweipunkt-Marienkäfer. Dieser wird in Stoffsäckchen in die befallenen Pflanzen gehängt. Darin befinden sich die Larven und Papierschnitzel, die die Tiere beim Transport schützen. Zusätzlich werden die adulten Marienkäfer direkt an der Pflanze ausgesetzt. Die Jagd kann beginnen.

Wer allerdings gar nicht weiß, was mit seiner Pflanze nicht stimmt, kann sich mit der kostenlosen Pflanzendoktor-App von Neudorff (Halle 7, Stand 7C43) helfen. Man nimmt mit dem Smartphone die kranke Pflanze auf. Wenn das Schadbild eindeutig genug ist, kann die App erkennen, was der Pflanze fehlt und gibt eine Empfehlung ab, was zu tun ist. Ist ein Produkt gefunden, das die Pflanze wieder fit macht, so hilft ein Verzeichnis beim Auffinden des nächsten Fachhändlers in der Nähe – inklusive Routenplaner. Sollte die automatische Erkennung nicht erfolgreich sein, hilft Plan B: Mit der Handy-Kamera nimmt der Anwender ein Bild seiner kranken Pflanze auf und schickt es direkt zu Neudorffs Beratern. Nach kurzer Zeit bekommt er die Analyse des Schadbildes mit Vorschlägen zur Bekämpfung. Die App ist für iOS- und Android-Geräte in den entsprechenden Shops erhältlich.

Ausgefallenes und Kurioses

Einen klimaneutralen Bierkühler stellt Kraso (Foyer Grugahalle, Stand B15) auf der IPM ESSEN vor. Die „Hopfenhöhle“ passt in ein Erdloch von 20 Zentimeter Durchmesser und 95 Zentimeter Tiefe. Sobald sie im Garten eingegraben ist, muss man nur noch den stabilen Flaschenhalter mit Bier bestücken und einsetzen. Schon wird das Bier auf natürliche Weise ganz ohne Strom angenehm gekühlt – selbst im Sommer.

Blumen, die im Dunkeln leuchten, hat ELWA (Foyer Grugahalle, Stand C27) im Gepäck. Die magischen Schnittblumen und Topfpflanzen mit dem Namen „flAVATAR“ werden mit hundertprozentig pflanzlichen Inhaltsstoffen oberflächenbehandelt und mit Sonnenlicht oder sogar mithilfe eines Handylichts „aufgeladen“. Die fluoreszierenden Blüten strahlen dann bis zu 30 Minuten lang in einem hellen grünen, blauen, roten oder weißen Licht – je nach Ladestufe – danach für weitere vier bis fünf Stunden in einem etwas weicheren Licht. Einige der flAVATARs können als getrocknete Blumen konserviert werden, so können sie die Nacht für Jahre erhellen.

Weitere Produkt-Highlights und Messeneuheiten sind unter https://www.ipm-essen.de/presse/produkte-messeneuheiten/ abrufbar.