23.01.2018

Weltleitmesse des Gartenbaus royal eröffnet: Prinzessin Benedikte zu Dänemark besuchte die Messe Essen zum Start der IPM ESSEN 2018

Die 36. Internationale Pflanzenmesse IPM ESSEN startete heute mit Partnerland Dänemark in der Messe Essen. Zu den Eröffnungsgästen gehörte daher Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Benedikte zu Dänemark. Unter den Ehrengästen befanden sich auch zahlreiche Vertreter aus den führenden Fachverbänden und der Politik wie etwa Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth und NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking. Am ersten Messetag der Weltleitmesse des Gartenbaus wurden darüber hinaus die Sieger des Neuheitenschaufensters und des INDEGA IPM Innovation Awards bekannt gegeben. Noch bis Freitag trifft sich auf der IPM ESSEN die internationale grüne Branche. Rund 1.600 Aussteller aus knapp 50 Ländern zeigen ihre Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Gartenbaus: von Pflanzen über Technik bis hin zur Floristik und Ausstattung.

„Lasst Blumen sprechen“ war die Botschaft, die Prinzessin Benedikte zu Dänemark zum Ende ihres Grußwortes an die Eröffnungsgäste sendete. Die Schwester von Königin Margrethe II. ließ ihren Worten Taten folgen und enthüllte die neue dänische Rosenzüchtung „Ocean of Roses“. Bei dieser Neuheit handelt es sich um das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen Queen Genetics, einem der bekanntesten Rosenzüchter Dänemarks, und der Gärtnerei Thoruplund, die über 70 Jahre Erfahrung im Züchten verschiedenster Topfpflanzen verfügt. Das Besondere: Die Rose ist zu einem hohen Grad ethylenresistent und kann unter verschiedenen klimatischen Bedingungen weltweit angebaut werden.

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung sprachen auch NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking, Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau, Eva Kähler-Theuerkauf, Vorsitzende des Fachbeirates der IPM ESSEN und Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen, sowie Frank Lock, Präsident der Interessenvertretung der Deutschen Industrie für den Gartenbau, bei einem moderierten Talk über die Aussichten der Gartenbaubranche für 2018 und darüber hinaus. Schwerpunktthemen waren die Digitalisierung im Gartenbau, die Förderung der biologischen Vielfalt und die Verbesserung der Wertschätzung des Gartenbaus.

Neuheitenschaufenster: 62 Novitäten traten gegeneinander an

Zum 11. Mal wurden auf der IPM ESSEN Pflanzenneuheiten ausgezeichnet. Insgesamt 62 Züchtungen – in acht Kategorien und von 33 Ausstellern eingereicht – bewarben sich um den Preis „IPM Neuheit 2018“. Nach der Begutachtung am Vorabend der Messe durch die Fachkommission wurden in sechs der acht Kategorien Neuheiten prämiert. Eine Neuheit war der Jury einen Sonderpreis wert. In der Kategorie „Beet- und Balkonpflanze“ wurde die Salvia x hybrida ‚Mysty‘ der Firma Florensis aus Weeze ausgezeichnet. In der Kategorie „Blühende Zimmerpflanze“ erhält die Auszeichnung „IPM Neuheit 2018“ die Kalanchoe Interspecific Hybride Queen® ElseFlowers ‚Dean‘ der Firma Knud Jepsen aus Dänemark. In der Kategorie „Schnittblumen“ gewinnt mit der Kalanchoe Interspecific Hybrid Queen® CutFlowers ‚Smiling Yellow Meadow‘ eine weitere Neuheit der Firma Knud Jepsen aus Dänemark. In der Kategorie „Gehölze“ entschied sich die Expertenkommission für die Ilex x meserveae ‚Monnieves‘ der Firma Helmers aus Westerstede. In der Kategorie Stauden fiel die Wahl der Jury auf die Bergenia cordifolia Hybride ‚Schneekristall‘ der Firma Kientzler aus Gensingen. In der Kategorie Frühjahrsblüher machte in 2018 die Pericallis x Hybride Senetti ® white der Firma MNP Flowers aus den Niederlanden das Rennen. Die Hydrangea macorphylla ‚Saxtabbar‘ der Hydrangea Breeders Association aus den Niederlanden geht in diesem Jahr als Sonderpreisträger für Produktinnovationen hervor.

INDEGA IPM Innovation Award: Stapelhülse für CC-Karren gewinnt

Kleine Hülse – große Wirkung, so lässt sich der Juryentscheid für die Stapelhülse für CC-Karren von Uwe Dominik beim INDEGA IPM Innovation Award 2018 kurz und knapp zusammenfassen. Die zum Patent angemeldete Hülse verbindet übereinandergestapelte CC-Karren sicher miteinander, sodass sie nicht mehr abstürzen können. Die kleine Hülse bewahrt den Gartenbau vor einer drastischen Erhöhung der Transportkosten, weil wegen mangelnder Verkehrssicherheit ein Transportverbot für übereinandergestapelte CC-Karren im LKW drohte. Vier baugleiche Hülsen, eine für jeden Holm, sorgen für den sicheren Halt – „Eine pfiffige und damit absolut preiswürdige Idee“, sagt die Jury.